12. - 14.9.2014, Attersee

Puh, was war das für ein nasses Wochenende!

Vom Freitag, 12. Sept., bis Sonntag, 14. Sep. 2014, war die Österreichische Klassenmeisterschaft der Contender im Union-Yacht-Club Attersee (UYCAs) angesetzt.

Gleichzeitig galt diese Veranstaltung auch als OÖ. Landesmeisterschaft 2014.

Schon im Vorfeld verhieß der Wetterbericht nicht viel Gutes! Trotzdem kamen 11 Contendersegler aus GER, SUI und AUT in den Club.

Der Freitag war dann eigentlich nicht gar so „grauslich“, nach 2 vergeblichen Startversuchen Richtung Süd konnten wir am Nachmittag 3 schöne, trockene (!) Wettfahrten bei ziemlch konstantem Westwind (8 – 13 kn) vor dem UYCAs durchziehen. Richtig gemütlich war dann der Grillabend der österr. Klassenvereinigung bei Fam. Wendl zu Hause – herzlichen Dank besonders an „Grillmeister“ Günther, Sven für das Fass Ayinger-Bier und die Damen, die für reichlich Salat und Kuchen sorgten! Nach unbestätigten Berichten dauerte der Abend bis in den Samstag…

Tja, dieser Samstag empfing uns mit Dauerregen und spätherbstlichen Temperaturen so um 12°. Segelbarer Wind kam vorerst nicht auf, daher konnten wir die Annehmlichkeiten des Clubrestaurants ausgiebig in Anspruch nehmen. So ab 15:00 Uhr gesellte sich endlich ein strammer Südwind zum „Schnürlregen“ und der Wettfahrtleiter rief die Segler auf die Bahn. 2 Wettfahrten bei bis zu 18 kn Grundwind, Löcher, Böen, Dauerregen, Kälte und eine relativ unangenehme Welle forderten von den Teilnehmern ein großes Maß an Durchhaltevermögen! Segler, Wettfahrtleiter und Helfer waren froh, als wir um ca. 18:00 Uhr wieder im Club einliefen, uns „trockenlegen“ und wärmen konnten und dann das Segleressen im UYCAs serviert bekamen.

Die laut Wetterbericht aufkeimende Hoffnung auf einen trockenen Sonntag wurde vom noch immer herrschenden Dauerregen zunichte gemacht! Da aber wieder ein relativ starker Wind aus Süd über den Attersee zog, ertönte um 11:30 Uhr das Startsignal zu den letzten 3 Wettfahrten. Um 14:45 Uhr hatten wir schlußendlich die ausgeschrieben 8 Wettfahrten (davon 2 Streicher) gesegelt.

An wen ging der Sieg? Das ist nicht wirklich schwer zu erraten, natürlich setzte sich erwartungsgemäß Günther Wendl (UYCAs) in seinem Heimatrevier mit 5 ersten und einem 2. Platz in der Wertung durch. Damit ist der beste Contendersegler Österreichs erneut Klassenmeister, so nebenbei „kassierte“ er auch noch den Tiltel des OÖ. Landesmeisters – herzliche Gratulation!

Platz 2 ging nach Deutschland an Tobias Hanke (SLRV) vor Klaus Rebhan (SCATT).


Auch 2015 wird wieder eine Contender-Regatta im UYCAs stattfinden, daher „save the date“, sobald der Termin feststeht!

Die detaillierte Ergebnisliste steht unter http://www.uycas.at/regatten/ergebnis/?rid=388 auf der UYCAs-Homepage!

Bericht: Melanie Wendl


Windige Klassenmeisterschaft am Attersee, trotz Dauerregen

Alle Ampeln auf Grün! Familie und Beruf liessen sich für ein freies und sogar verlängertes Wochenende im September Contender-freundlich einigen und der Blick auf den Regattakalender kündigte an, dass ich endlich wieder nach Österreich fahren würde. Tobias Strube, auch vom SCvG, musste leider die Reise krankheitshalber kurzfristig absagen.

Nach einer ruhigen Nachtfahrt durch Bayern empfängt mich das Salzkammergut mit Regen und tiefen Temperaturen. Aber welche Freude und warme Umarmungen Familie Wendl wiederzusehen.

Freitag: Kein Wind in Sicht, aber trotzdem laufen elf Contender aus und siehe da, das Startboot findet nach einer Stunde doch einen wunderschönen Südwind der für drei schöne Läufe im Trapez reicht. Somit war schon die lange Anreise ausbezahlt.

Abends waren alle bei Familie Wendl zur Party in Nussdorf eingeladen und Günther konnte seinen neuen Grill anfeuern. Sven Sanitz' Bierfass umrahmte bis zur späten Stunde die lustige Runde, wo Rebhühner sich fast in Wolpertinger “verWendln"….

Samstag: Regen? Regen! Lange feuchte Wartezeit auf dem Uycas-Gelände, gemütliches Mittagessen im Klubrestaurant und Mittagsschläfchen. In Gedanken habe ich schon den nassen Tag abgehakt, als plötzlich nach 16.00 Uhr alle am Auslaufen sind… Wind? Wind! Regen? Regen! Schnell ins Neopren! Wo kann so was funktionieren? Nur am Attersee, scheint mir. In einer dunklen Sintflut-Stimmung segelten wir doch zwei anspruchsvolle Läufe mit Windspitzen bis 5 Bft. Das Wasser war angenehm warm… Nass, aber glücklich kehren wir zurück und geniessen später das Klassenmeisterschaftsessen im Klubrestaurant.

Sonntag: Regen? Regen! Wind? Wind!
Und wieder konnten wir drei Läufe im Trapez segeln, somit war das Meisterschaftssoll erreicht. Klasse! Mit zwei Zweiten und einem Dritten kann ich zufrieden sein, schliesslich habe ich jetzt auch Carbon an Bord und ein neues Segel. Günther gewinnt klar die Klassenmeisterschaft und ist auch noch Landesmeister (irgendwie so ein Spezialität aus Österreich). Bald muss er daheim eine neue Vitrine bauen.

Vielen Dank an die Regattaleitung und alle Helfer der Uycas!

Für die, die meine alten Berichte in Erinnerung haben: bei der Rückfahrt habe ich noch kurz meine „berühmte“ Tante im Raum Bad Aibling besucht.

Komisch, in der Schweiz war am Montag morgen der Himmel blau…

Volker 
SUI-81

PS. Am Dienstag muss ich mein Boot der Seepolizei vorführen (alle fünf Jahre). Was an Bord sein muss: Horn oder Mundpfeife, Notflagge…und Nummernschild’s Kontrolle. Das ist allerdings eine Schweizer Spezialität.



Nußdorfer Rosenwindcup 2012, 8. - 9. September

Am Wochenende 8. – 9. 9. 2012 stand die Contender-SP im WSCW ganz im Zeichen von „Wiederauferstehungen“.

Die erste „Wiederauferstehung“ traf den Rosenwindcup selbst – letztmals 1992 wurde diese wunderschöne kleine Messingkanne im Mini-Americascup-Design ausgesegelt. 3x hat sie schon damals (1989, 1991 u. eben 1992) der Nußdorfer „Hausherr“ Günther Wendl (jetzt UYCAs) für sich entschieden. 20 Jahre später wurde der Rosenwindcup 2012 wiederbelebt…

Die zweite „Wiederauferstehung“ feierte Heinz Stigler (Forelle Steyr). Nach 30 Jahren Pause am Contender trat der Professor der TU Graz mit seinem 40 Jahre alten Boot (!) wieder in seinem Heimatort auf der Regattabahn an! Platz 6 in der 1. Wft. -  Hut ab…

Ja, die dritte „Wiederauferstehung“ brachte am Sonntag der Rosenwind!

Nachdem samstags max. 3 ktn. den Attersee umfächelten und damit dem 14 Boote starken Feld aus AUT und GER einen reinen Badetag im äußerst gastfreundlich und bemühten WSCW (Dank an Veranstaltungsleiter Christian Wendl und sein tolles Wasser- und Landteam) bescherten, wollte der Wfl. Christian Hotwagner (UYCAs) das Feld am Sonntag schon um 07:00 Uhr auf die Bahn schicken. Freitags und samstags hat um diese Zeit der Südwind geweht – aber am Sonntag blieb der See in der Früh glatt…

Schön langsam steigerte sich bei den Teilnehmern und der Wettfahrtleitung die Unruhe. Erst um 09:15 Uhr ging es bei grenzwertigen 4 ktn. aus N raus aufs Wasser. Die ersten beiden Wettfahrten am olympischen Dreieckskurs waren reine Leichtwindrunden, erst dann steigerte sich die Thermik auf bis zu 14 ktn. aus NNO in der 5. Wettfahrt, die die Klasse ausschreibungsgemäß auch noch segeln wollte – das war Rosenwind vom Feinsten, strahlender Sonnenschein vom wolkenlosen Himmel, Schaumkronen am türkisblauen See, die Entschädigung für das lange Warten ist voll und ganz gelungen und alle Teilnehmer zeigten sich vom Revier am Attersee begeistert – sailing at it´s best!

Sportlich war es ein Heimspiel für „Mr. Contender Österreich“ Günther Wendl. Trotz nicht berauschender Starts hatte er das Feld im Griff und beendete die 4 ersten Wettfahrten als Sieger. In der fünften (Günthers Streicher) half er den unroutinierten Seglern im hinteren Teil des Feldes mit seinen Tipps und fuhr anschließend nach Hause – ein Sportsmann durch und durch. Den zweiten Platz der Endwertung belegte der Obmann der österr. Contender-KV Martin Rieckh (UYCWö) mit einem Punkt Vorsprung vor Melanie Wendl (WSCW). Somit war auch der veranstaltende WSCW am Treppchen vertreten – was will man mehr!

Ganz besonders die Erinnerungspreise für die Teilnehmer dürfen nicht unerwähnt bleiben – wo es sonst irgendwelche Pokale gibt wurden in Nußdorf mundgeblasenen Contender-Gläser mit 0,3 bzw. 0,5 l Fassungsvermögen ausgeteilt – hergestellt von Günther Mausz, einem bekannten Linzer Glasbläser (übrigens auch WSCW-Mitglied)!

Abschließend nach der stimmungsvollen Siegerehrung waren sich alle Starter einig: Wir kommen 2013 wieder und bringen noch mehr Contendersegler mit – der Rosenwindcup startet also im 2. Anlauf vielleicht endlich durch, verdient hat er sich´s!

Das genaue Ergebnis findet man unter www.wscw.at, Fotos unter hier im Netz.

Bericht Christian Hotwagner (Wettfahrtsleiter) und Melanie Wendl (AUT 8)


Contender Achenseecup 28. und 29. Juli 2012

Bei sonnigem Wetter fanden sich am Samstag 28. Juli 2012 11 Segler beim Yachtclub Achenkirch ein. Wie wir erfreut feststellten haben auch 5 Deutsche Kollegen die Reise zu uns auf sich genommen. Am Samstag gegen 13 Uhr ließen wir unsere Boote zu Wasser und machten uns auf den Weg zur ersten Wettfahrt. Nach dem Start der Surprise wurde es auch für uns Contendersegler ernst. Bei böigen Wind mit bis zu 5 Bft. ging mein Vater Günther Wendl gleich auf der ersten Kreuz in Führung, dicht gefolgt von Klaus Rebhan und mir. Das restliche Feld hatte aufgrund weniger Erfahrung am Contender großen Abstand zu uns Dreien. Bis ins Ziel änderte sich daran nicht viel. Da nach dem Zieleinlauf ein starkes Gewitter niederging gab es an diesem Tag, mit Ausnahme eines Versuches, keine Wettfahrten mehr. Beim gemütlichen Ausklang am Abend, wo uns überraschend ein neuer Conti Segler aus München besuchte, gab es neben dem guten Segleressen, auch ein 15l Fass Bayrisches Weißbier gespendet von Sven Sanitz. Danke noch mal dafür!

Am Sonntag meinte es der Wettergott leider nicht so gut mit uns und schickte nur mäßigen Wind mit Regen. Eine Wettfahrt war jedoch trotzdem möglich, welche ich bei 1-2 Bft. für mich entscheiden konnte. Leider blieb es an diesem Wochenende dann auch bei den beiden Wettfahrten, was aber die gute Stimmung der Segler nicht trüben konnte. Die ersten drei Plätze ersegelten sich Günther Wendl vor Melanie Wendl und Sven Sanitz. Alles in allem war es wieder mal eine schöne Veranstaltung der Österreicher am Achensee.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim Rosenwindcup (8.und 9. Sep. 2012) bei uns am Attersee

Ergebnisliste unter: http://yka.at/documents/2012/erg_contender_achenseecup12.pdf

Melanie Wendl
( diesmal AUT 8 )
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EM 2012, Schweden/ Gottskär
www.contendereuropeans2012.se

Tag 5 (Fr. 3.8.):
SW-Wind, Lauf 9 mit Trapezwind, Lauf 10 nur mehr angehockt. Erstmals gibte es einen allgemeinen Rückruf und nachfolgend Black Flag. Auf der ersten Zielkreuz reißt mir das Trapez (5 Plätze) bei der zweiten bleib ich bei der letzten Wende mit dem Fuß in den Leinen hängen: zwei mal Platz 49 ergibt gesamt Rang 48.
Graham gewinnt den 9. Lauf vor Andrea - das reicht nicht, das Ergebnis sthet fest und sie lassen den zehnten aus.
Andrea Bonezi ist Europameister, Graham Scott wird Zweiter und bester Master, Jesper Nielsen Dritter (das war er schon vom ersten Tag an).
Mit 10  Wettfahrten bei regulären Windverhältnissen, zum Großteil Trapezwind, einer guten Organisation und Wettfahrtfahrtleitung ist hier in Gottskär eine wirklich gelungene Veranstaltung nun zu Ende gegangen.

Tag 4 (Do. 2.8.):
SE-Wind, 12+ Knoten, die Bahn wird aus der Bucht hinaus verlegt. Schönes Segeln, meinerseits kaum Höhen und Tiefen, entsprechend unspektakulär das Ergebnis - die Plätze 42 und 43. Beim ersten Lauf den Start versemmelt, den Rest solide gefahren, beim zweiten Lauf einmal beim Startschiff gestartet, ziemlich eng. Im 10er Pulk an der Leetonne nichts riskiert und ganz aussen gefahren, schließlich  gab es ja auch schon Löcher im Bootsrumpf.
Bis jetzt 8 Wettfahrten, kein allgemeiner Rückruf und erst ein Protest.
Andrea fahrt 2 und 1, Graham 1 und 3.
Nationenstatistik:
GER 31
DEN 13
ITA 12
GBR 10
NED  3
SWE  3
AUS  2
AUT  2

Tag 3 (Mi. 1.8.):
Das war nicht mein Tag, bei beiden Läufen eine unnötige Kenterung, einmal bei einer unvorbereiteten Wende hängengeblieben, einmal auf dem Vorwind zu heftig nach Luv geschaukelt (und dan lange das Schwert nicht herausgekriegt. Die Plätze 46 und 63 reichen noch für den Gesamtplatz 38 (hätte, da wir doch 76 Boote sind noch für den Cut gereicht). Wir hatten Trapezwind der zwischendurch aber sehr unregelmässig war.
Graham fährt die Plätze 2 und 1, Andrea 4 und 2.

Tag 2 (Di. 31.7.):
Aufgrund der letzten Tage war ich skeptisch die Windverhältnisse betreffend. Ich wurde heute eines Besseren belehrt: die vorhergesagten 16 bis 20 Knoten dürften ganz gut gestimmt haben. Zwei schöne Wettfahrten, beide Starts gut erwischt, keine Stürze - das gab die Plätze 24 und 33 sowie im Gesamten auch Platz 33 (zum ersten Mal bei einer großen Meisterschaft in der ersten Hälfte des Feldes!!!).
Adrea gewinnt beide Läufe, Graham fährt zwei zweite Plätze.

Tag 1
(Mo. 30.7. Tag 0 gibt es in meiner Zählung nicht):
Zum Briefing regnet's, Wind ist gerade soviel, dass wir wohl hinasufahren werden. Es gibt zwei Slipbahnen, die Clubjugend zieht unsere Wagerln wieder raus sodass die 74 Boote in annehmbarer Zeit im Wasser sind. Die Bahn ist im inneren der großen Bucht ausgelegt - und zum Start - es hat aufgehört zu regen und es weht ein schöner Trapezwind.
Bei der ersten Wettfahrt bin ich irgendwo in der Mitte dar Startline, direkt in Luv von mir Andrea Bonezzi, und es kam wie es kommen musste, ich ziehe zu spät an und schon bin ich in seinem Abwind. Meine Geschwindigkeit passt halbwegs, auf der Kreuz kann ich sogar mit Gernot mithalten, auf der Raumen - bei freigegebenen Pumpen - distanziert er mich aber deutlich. Bis auf eine extreme Aussenpostion an der Leetonne und eine verhaute Wende auf der zweiten Kreuz läuft es ganz gut. Im Ziel scheinen mehr Boote hinter als vor mir zu sein.
Die zweite Wettfahrt starte ich mehr am Pin-End, ziehe früher an und komme schön frei weg, bleibt nur das flaue Gefühl, ob es nicht doch zu früh war (war es aber nicht). In der ersten Runde bin ich im vorderen Drittel, bin aber bei der zweiten Kreuz beim 20 Grad Winddreher auf der falschen Seite und zum Drüberstreuen verabschiedet sich bei der letzten Leetonnenrundung noch der Großschotblock. Die Zielkreuz ist aber kurz - so hält sich der Schaden in Grenzen.
Zurück beim Club wieder das hervorragende Service der Clubjugend, die uns schon mit den (beschrifteten) Slipwagerln erwarten.
Einzelplätze: 34 un 44, Gesamt: 38

Tag -1: Practice-Race: Zum gegenseitigen Kennenlernen, Wettfahrtleitung - Teilnehmer. Und damit wir auch gleich Starten üben können bietet die WFLT das angekündigte Service, nach dem ersten Start einen allgemeinen Rückruf zu machen.

Tag -2: Vermessung, es schüttet, Boote sind alle nass und erfüllen daher locker das Mindestgewicht. Ausserdem werden Ruderanlage, Schwert, Mast und Segel vermessen.

AUT 1101, Martin Rieckh

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Travemünder Woche 2012

Über 50 Nennungen, Volksfest, Campingplatz: alles wie vor drei Jahren bei den Preworlds.
Bahn Bravo gemeinsam mit den Kielzugvögeln, irgendjemand sagt mir noch diese sei die windbegünstigste - dies sollte einen mit der über 6 Meilen lngen Anfahrt versöhnen. 12 Wettfahrten in drei Tagen kündigen einiges an. Es lief dann aber nicht ganz nach Plan.

1. Tag: wir laufen eine Stunde vor dem geplanten Start aus - sollte sich knapp ausgehen, aber nach einer halben Stunde stehen wir alle, Schlepp zur Bahn - ein paar Stunden warten - Schlepp in den Hafen.

2. Tag: Auslaufen anderhalb Stunden vor dem Start - geht sich gut aus, 3 Wettfahrten bei Trapezwind (die letzte zum Teil schon angehockt). Ich bin anfangs ganz zufrieden, lasse dann aber nach und bleibe schließlich bei der dritten Wettfahrt bei der Wende zum Anlieger-Luvtonne im Trapez hängen und liege flach - das wirft mich etwas aus der Bahn und ich leg' mich eine Minute später schon wieder hin. So gibt's die Plätze 16, 24, 28.
Dannach fahren noch 16 Auserwählte ein Inport Race - ist in Travemünde wirklich publikumsnah. Wenn auch seglerisch etwas problematisch - für die Öffentlichkeitsarbeit eine sehr gute Einführung.

3: Tag: Leider nur angehockt oder sonst irgendwie in unnatürlicher Haltung für's Trapezieren geeignet - nicht meine Verhältnisse - 2 Wettfahrten - Plätze 20 und 28 (gefühlt war es viel schlechter). Beim Zurücksegeln frischte der Wind noch schön auf satte 4 Bft. auf - das ließ es noch einen schönen Segeltag werden.

Zusammengefasst: Die Veranstaltung hat auf jeden Fall Flair - die Wettfahrtleitung grundsolide, ein bischen Flexibilität in bezug auf freigwordene Bahnen mit kürzerer Anreise und besseren Windverhältnissen sowie Steuermannsbesprechnung und Schwarzes Brett auf der Priwallseite wäre nicht von Schaden. Mit Platz 26 bin ich knapp an der ersten Hälfte vorbeigeschrammt.

AUT 1101, Martin Rieckh

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Österreichische Klassenmeisterschaft und Oberösterreichische Landesmeisterschaft
in Ebensee am Traunsee, 7. - 10. Juli 2012

 

Am Fronleichnam Wochenende trafen sich sieben eifrige Contendersegler zur Österreichischen Klassenmeisterschaft und Oberösterreichischen Landesmeisterschaft in Ebensee. Leider haben VIER Segler ihre Teilnahme kurz vor der Regatta zurückgezogen.

Von den 10 ausgeschriebenen Wettfahrten sind wir 8 bei tollem aber auch teils leichtem Wind und wunderbarem Wetter gesegelt. Im Endeffekt blieben aber leider nur 7 Wettfahrten über weil einer unserer Kollegen die 4. Wettfahrt annullieren lies. Sein Grund dazu war, dass er es aufgrund mehrerer unnötiger Manöver und eines Alleintrips zum Felsen schaffte auf einer Kreuz vom ersten auf den letzten Platz zurück zu fallen.

An den letzten beiden Tagen war leider schlechtes Wetter und dadurch kein Wind mehr um auch die letzten drei Wettfahrten segeln zu können.

Es hat uns sehr gefreut dass der Deutsche Einsteiger Sven Sanitz zu uns nach Ebensee gekommen ist!!!

Mit 5 ersten und 2 zweiten Plätzen ersegelte ich den Österreichischen Klassenmeistertitel und somit bin ich die erste Frau in Österreich, die diesen Titel tragen darf.  Auch wurde ich zum zweiten Mal Landesmeisterin von Oberösterreich und habe somit meinen Vater Günther Wendl auf den 2. Platz verwiesen ;)

Unsere nächste Regatta 28. und 29. Juli 2012 ist am windsicheren und sehr zentral liegenden Achensee in Tirol. Es würde uns sehr freuen, wenn diejenigen, die nicht zur Euro fahren nach Tirol kommen würden. Da der YK Achenkirch am gleichen Wochenende auch eine Surprise Regatta veranstaltet haben sie für uns leider keine eigene Ausschreibung online gestellt. Es gilt die Ausschreibung und Meldung der Surprise auch für uns, falls es doch noch Fragen gibt meldet euch bitte bei mir unter wendlmel@gmx.at (8 Segler haben bereits zugesagt)

Am Achensee haben wir bereits zwei Neueinsteiger und einige Interessenten. Da wir in Österreich nur eine kleine Gruppe von Contenderseglern sind bräuchten wir dingend die Unterstützung unserer Nachbarn um auch bei unseren Regatten größere Startfelder bieten zu können!

Liebe Grüße vom schönen Attersee

Melanie AUT 24

CONTENDER IÖKM/OÖLM
SCE
Wettfahrten: 7 Streicher: 1
final
10.6.2012 10:29





Punkte

Wettfahrt

Platz

Segelnummer

Name

Club

Gesamt

1

2

3

4

5

6

7





1

AUT 38

Wendl Melanie

WSCW

7

1

[2]

2

1

1

1

1





2

AUT 8

Wendl Günther

UYCAS

10

2

1

1

[5]

2

2

2





3

AUT 35

Sebestian Alexander

OESV

22

3

[5]

5

2

3

4

5





4

AUT 26

Fehringer Christoph

SCATT

23

4

3

4

[7]

4

5

3





5

AUT 1101

Rieckh Martin

UYCWö

26

[8/DNF]

4

3

6

6

3

4





6

GER 464

Sanitz Sven

BSCF

31

5

[6]

6

3

5

6

6





7

AUT 31

Hotwagner Marlen Theres

UYCAS

41

6

[8/DNS]

7

4

8 /DNF

8 /DNS

8 /DNS





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Einhandwochenende Dümmer, 05.-06.05. 2012

Nach einem sehr langen, aber aktivem Winter habe ich mir den Dümmer als Start der Saison 2012 ausgesucht. Traditionellerweise findet dort immer das Einhandwochenende mit den Europe's und Finn's zusammen statt, und wie ich aus meiner Korsarzeit weiß, hats dort Wind.

Also nix wie packen und am Freitag zu Mittag los um die 720km in Angriff zu nehmen. Am Abend kurz vor 21:00 angekommen noch schnell das Boot im Trockenen aufgebaut, da Regen angesagt war. Und tatsächlich: in der Nacht hats geregnet und ich war richtig froh dem Rat eines Contenderseglers gefolgt zu sein und bereits in der Abenddämmerung den Aufbau abgeschlossen zu haben.

Am Vormittag wurde noch gemütlich den anderen Ankömmlingen geholfen und viel getratscht. Wie es so ist im Hohen Norden.
Pünktlich um 12:30 liefen wir dann bei 1-2 Bft aus um den ersten Start pünktlich mit einem Frühstart zu beginnen. Die Linie lag das ganze Wochenende nicht wirklich ausgeglichen, so war es klar, das es mehrere Frühstarts an der Boje gab.
Mein erster Start war sehr verhalten und so konnte ich mich nur sehr mühsam geringfügig nach vor segeln. Es gelang mir aber über einen klassischen Dreieckskurs doch noch einen 20. Platz von 28 Booten zu erreichen.
Der zweite Start war nahezu perfekt - freier Wind und mitten in dem Spitzenfeld segelte ich unter den Top 6 die erste Kreuz und den ersten Raumschenkel. Am zweiten Raumschenkel versuchten einige einen Luvbogen, der zu meiner großen Überraschung aufging so daß ich nur mehr am 10. Platz Lee runden konnte.
Ich gab aber nicht auf, segelte wieder sehr frei weiter und konnte schlußendlich bis kurz vorm Ziel einen 8. Platz zählen. Eine Wende die mal wieder nicht klappte ließ Christoph Engel aber noch vorbeiziehen und so beendete ich den zweiten Lauf am 9. Platz! Wow - es geht also doch, dachte ich.

Top motiviert gings wieder runter zum Startschiff wo wir auf die dritte und für den Samstag letzte Wettfahrt warteten. Wieder ein Frühstart und diesmal hatte der Wettfahrtsleiter die Nase voll, startete seelenruhig zuerst die Finn's und dann auch noch die Europes bevor er uns einen neuen Start ermöglichen wollte. Dieser klappte dafür auf Anhieb, leider für mich wieder mal katastrophal. Übermotiviert vom zweiten Lauf ging gar nix auf - alle Wenden waren holprig und es wunderte mich nicht, daß ich auch bei einer der Wenden kurz mein Segel tauchen musste.
Recht verärgert segelte ich den Lauf noch zu Ende und konnte mein Glück nicht fassen - ich war nicht letzter! Mehrere hatten mit dem nun etwas über 3 Bft aufgefrischten Wind zu kämpfen und so wurde dieser Lauf auf Position 26. beendet. Naja ein Streicher halt.
Am Abend gabs Spanferkel mit einer ausgesprochen guten Kruspel - mir läuft immer noch das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken daran. Zu meiner großen Überraschung gabs aber kein Freibier - was die Stimmung aber nicht trübte. Ich hatte eine Kiste Augustiner Bier aus Bayern dabei und zwei andere Kisten Becks wurden stark frequentiert. Leider wurde es sehr schnell sehr frisch und die Gruppe hat sich bis auf einen kleinen Haufen sehr schnell aufgelöst. Im Auto war es dann zwischenzeitlich zapfig und bei nur 3 Grad Aussentemperatur war es eine kühle Nacht. Am Sonntag wurde pünktlich um 10:25 das Ankündigungssignal gegeben, obwohl für mein Empfinden zuwenig Wind war. Naja mehrere Sachen im Auto vergessen, wieder zurücklaufen hat mir eine erhebliche Verspätung eingebracht und als ich dann endlich am Wasser war musste ich auch noch feststellen, daß ich ohne Startuhr unterwegs war. Verdammt - jetzt nochmal zurück dann bist definitiv zu spät am Start. Also gings ohne Startuhr zum Startschiff.
Der Start war dementsprechende verhalten, weil ich wollte ja keinen Frühstart riskieren. So kam es auch das ich nur im hintersten Drittel startete und mich wie beim ersten Lauf sehr langsam nach vor segeln konnte.
Die Manöver waren aufgrund der immer noch sehr kühlen Temperaturen auch etwas holprig sodaß auch diese nicht für eine Spitzenplatzierung beitragen konnten. Letztendlich bin ich ohne zu kentern als 20. ins Ziel und zurück zum Club um das Boot für die lange Heimreise wieder zusammenzupacken.

Kurz nach 14:00 war ich wieder auf der Bahn Richtung Süden und konnte ein schönes Regattawochenende am 18. Platz mit gemischten Gefühlen Revue passieren lassen.
So bin ich schon top motiviert um bei der Int. Österreichischen Meisterschaft wieder auf der Regattabahn sein zu können.

Ergebnis:
Gewonnen hat der Dänische Meister
1. Jesper Nielsen (DEN 2352 mit 1/7/1/1 und 3 Punkten
2. Max Billerbeck (GER 488) mit 2/1/5/2 und 5 Punkten
3. Tobias Hanke (GER 529) mit 8/3/4/3 und 10 Punkten


Bis dahin sende ich euch liebe Grüße

Euer Alexander AUT35

PS: Ein Video von einem Frühstart könnt ihr hier sehen: http://www.youtube.com/watch?v=P9ailFw85i0&feature=youtu.be
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Letzte Helden (Hamburgs Mühlenberger Loch)

Am letzten Wochenende (5. und 6. November 2011) fand wie jedes Jahr in Hamburgs Mühlenberger Loch, eine Verbreiterung der Elbe mit erheblichen Einschränkungen aufgrund der Tiede, die bereits legendäre Letzte Helden Regatta statt.

Ursprünglich als Yardstickregatta gegründet, pilgern mittlerweile immer um die 120 Boote Anfang November nach Hamburg. Der Blankeneser Segelclub, ein topmotivierter und erfahrener Club veranstaltet diese Regatta von Ihrem Club Ponton aus. Ein Frühstück auf diesem "Gefährt" ist schon ein Abenteuer für sich. Jedes Mal wenn ein Ozeanriese oder ein Containerschiff an dem kleinen Hafen, in dem das Ponton fest verankert ist, vorbeifährt, wackelt die ganze Bude. Ein Abenteuer für jedermann, und das völlig gefahrlos....

Nun aber zur Regatta. Am Samstag wurde bereits um 9:00 (tiedenbedingt) ausgelaufen und bei ursprünglich vorhergesagten 9 bis 15ktn Wind habe ich mein Boot auch auf dieser Einstellung gelassen (also sehr aufrecht). Als ich dann aber das Hafenbecken verlassen habe kam schon die ernüchternde Erkenntnis. Da ist mehr Wind als vorhergesagt. Tja nun ist es zu spät - das Hafenbecken und die Slip ist mit den restlichen Booten überlastet und somit gab es kein Zurück. Die Elbe, die man queren muss um in das Mühlenberger Loch zu kommen, ist aufgebracht, einerseits durch die windbedingte Welle, andererseits durch die regelmäßig vorbeifahrenden Containerschiffen und so verlangt bereits der Weg zum Startschiff vollste Konzentration. Zu meiner großen Überraschung stellte sich meine, eher für Leichtwind konzipierte, Trimmeinstellung als handlebar dar und so freute ich mich schon sehr auf den Startschuß. Die 505er machten den Anfang und deren Startschuß war unser 5 Minuten Signal. Also es konnte losgehen.

Gemeinsam mit den Korsaren versammelten sich die Boote an der Startlinie, zu meiner großen Verwunderung blieb alles sehr entspannt und die sehr großzügig bemessene Startlinie war regelrecht leer. So konnte ich einen für mein Verhältnis guten Start hinlegen und segelte mit den ersten 3 Contendern hinaus in die Fährrinne. Dort war erheblich mehr Wind und die wenigen die sich doch eher für die rechte Seite entschieden verloren bei der Luvtonne wertvolle Meter. So freute ich mich, als ich als 5. die Luvtonne rundete und auch am Vorwind (der für mich immer noch eine Katastrophe ist) ebenfalls meinen Platz nicht einbüßen musste. Nochmals rauf zur Luv war das selbe Spiel und nun folgten uns auch die wenigen, die vorher die rechte Seite besegelten und eindeutig Meter verloren. Wieder auf Vorwind frischte der Wind nochmals auf und die kippende Tiede brachte das Wasser noch mehr auf. Und wie konnte es anders sein, ich kenterte auf Vorwind. Das Spiel wiederholte sich dann noch 2 mal sodaß im Endeffekt nur der 11. Platz zu Buche stand. Enttäuscht und auch leicht frustriert mussten wir dann 1,5 Stunden!!!! auf das Startsignal der 2. Wettfahrt warten. Unerfahrene Segler, oder zumindest nicht ganz so versierte Segler, kenterten der Reihe nach in der Fahrrinne und die muss ja für den Schiffsverkehr frei gehalten werden. Also beschäftigten sich die vielen Begleitboote erst einmal damit, die hilflos herumtreibenden Boote wieder in Sicherheit (Richtung Hafen), wo übrigens auch einige Contender Segler den Aufenthalt bevorzugten. Und wir, die draußen auf das Startsignal warteten froren dahin. Bei nur 8 Grad Lufttemperatur und doch erheblich kühlen Wind um die 25ktn wägt man ununterbrochen ab ob man nicht auch lieber reinfährt und sich das Spektakel von draußen ansieht. Ich habe mich doch für den 2. Start entschieden - im Rückblick eine Fehlentscheidung.

Durchgefroren und nicht besonders motiviert gingen die restlichen Contender Segler auf die Bahn und das selbe Spiel wie in der ersten Wettfahrt. Wieder im vorderen Drittel um Luv, dieses Mal aber gleich beim Abfallen auf den Vorwindkurs gekentert und die Moral sinkt und sinkt. 5 weitere Kenterungen folgten und das ganze ist nicht weiter ruhmreich - also kürze ich mal ab. 12. Platz und doch nicht Letzter (von den gestarteten Booten.

Am Abend verteilt sich das Regattafeld auf unterschiedliche Lokale und teilweise auch auf das kleine, aber sehr gemütliche Clubschiff - ich folgte der Einladung der Korsarsegler und traf mich mit diesen in St. Pauli auf unzählige Biere und lustige Geschichten.

Sonntag war Start für 11 Uhr (tidenbedingt) angesetzt, aber schon bei der Hinreise zum Club sah man nur Nebel und daher auch keinen Wind. Also wurde die Zeit im Clubschiff mit unterhalten und fachsimpeln mit den deutschen Contenderseglern unter anderem Joachim Harprecht, der nur für den Sonntag angereist ist.

Um 13 Uhr hatte der Wettfahrtsleiter mit uns allen ein Erbarmen und brach ab und so wurde schnell das Boot zusammengepackt und für die Heimreise (knapp 830km) vorbereitet.


Die Siegerehrung wurde schnell und sehr emotionell durchgeführt und das Endergebnis lautet wie folgt:
1. GER 2366 M. Maisenbacher (4/1)
2. GER 2508 O. Brandt (3/3)
3. GER 2450 J. Dannemann (1/6)

12. AUT 35 Alexander Sebestian (11/12)

18 Boote waren gemeldet und da sind aber teilweise gar nicht aufs Wasser gegangen. Naja bei den Temperaturen muss man ja nicht.....

Somit sende ich euch schon jetzt ganz liebe Grüße, wünsche euch einen schönen Winter und freue mich schon aufs nächste Jahr.

Euer Alexander (AUT 35)
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Rosenwind Cup 2011

Die Österreichische Contender Vereinigung hat auf dem Gelände des Segelclub Attersee den Rosenwind Cup wieder zum Leben erweckt.

Am Samstag den 10.Sept. 2011 versammelten sich 7 eifrige österreichische Contender Segler pünktlich um 12 Uhr mittags zur Steuermannsbesprechung am Gelände des Segelclub Attersees. Es hat uns sehr gefreut, dass Christian Jenner, einer unserer Neueinsteiger, vom Achensee zu uns an den Attersee gefunden hat um mit uns 5 schöne Wettfahrten zu segeln.

Am ersten Tag sind wir 4 Wettfahrten bei schönem Rosenwind (NO Wind ca. 3 Bft) gesegelt. Ich ging bei jeder Wettfahrt auf der ersten Kreuz in Führung und ließ mich auch nicht mehr einholen.

Die letzte Wettfahrt am Sonntag hab ich aufgrund eines Materialbruchs meiner einzigen Segelkollegin ausfallen lassen uns sie durfte mit meinem Boot die letzte Wettfahrt fahren. Der Sieg in der 5. Wettfahrt ging an Günther Wendl, der nur am 2. Tag von der Wettfahrtsleitung zu den Seglern gewechselt hat.

Leider hat es wieder kein Deutscher geschafft zu uns nach Österreich zu kommen.

Melanie Wendl  AUT 24


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TransalpCup Circolo Vela Arco 13. – 15. 8. 2011

 

Da Wind und Wetter uns Österreicher heuer ziemlich an der Nase rumführten, haben 6 von uns beschlossen zum TransalpCup an den Gardasee zu fahren. Günther, Christian, Christoph und Ich sind schon 5 Tage vor Start der Regatta zum Gardasee aufgebrochen um uns ein wenig an den Wind zu gewöhnen.

Samstag und Sonntag sind wir bei schöner Ora (4-5 Bft.) 6 tolle Wettfahrten gesegelt. Am Montag ging es schon um halb 9 in der Früh aufs Wasser. Nachdem ich als einzige Frau die Vorstartphase mit bis zu 7 Bft. unbeschadet und ohne Kenterung überstanden habe beschloss ich doch nicht zurück in den Hafen zu fahren. Als ich die Luvtonne endlich erreicht hatte ging ein Gewitter nieder und der Wind schlief fast ein. An der 2. Kreuz ging ich dann auf Überholkurs und rundete die Luvtonne an zweiter Stelle. Diese Platzierung konnte ich bis ins Ziel halten und hatte somit mein bestes Ergebnis beim TransalpCup am Gardasee ersegelt.

 

Den Sieg holte sich nach 9 Wettfahrten und 23 gestarteten Booten Roberto Lorenzi (ITA 34) vor Günther Wendl (AUT 38) und Marco Frigerio (ITA 4). Die weiteren Platzierungen der Österreicher sind: 12. Martin Rieckh (AUT  1101), 17. Melanie  Wendl (AUT 24), 20. Christian Wendl (AUT 8) und 21. Alexander Sebestian (AUT 35)
Photos: http://www.slidebox.it/CircoloVelaArco/Alpen-Cup-Contender/18608929_wccTjz#1437918529_G3T2KPD
Video:
 


 

 

Melanie Wendl AUT 24
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Weymouth, English Nationals and Worlds
12.7.    Dank der Rücksichtnahme der englischen Autofahrer ist das mit dem Linksverkehr noch gut ausgegangen und ich bin heil bei der Weymouth Portland National Sailing Academy angekommen - eine Riesen-Clubgelände mit toller Infrastruktur.
13.7.    10 Uhr Briefing - 91 Nennungen - aus Sicherheitsgründen müssen wir alle vor dem Auslaufen ein Armband ausfassen und es nach dem Einlaufen wieder abgeben. Der Wind entwickelt sich zögerlich, ca. 2 Bft. am Start.
Schon vor dem ersten Start ist ein Riesen Packet über der Linie, ca. 5 Sekunden vor dem Start wird daher eine Startverschiebung signalisiert, nächster Versuch dann gleich mit Black Flag. Ich komme leider nur in der 2. Reihe weg, was bei einem so großen Feld eine Katastrophe ist - kann irgendwann wegwenden und halte mich anfangs im Mittelfeld. Wind bleibt schwach und pendelt bis zu 30 Grad. Werde auf Platz 68 gewertet.
Der Start zur zweiten Wettfahrt ist links bevorzugt, ich komme am Pinend ganz gut und frei weg. Der Wind pendelt nach wie vor stark, die Wettfahrtleitung verlegt die Luvtonne, auf der Zielkreuz schläft der Wind ein, nur ungefähr die Hälfte des Feldes schafft das Zeitlimit von 20 Minuten - ich bin leider nicht dabei.
14.7.    Schwachwind-Prognose, aber es entwickelt sich anders
Gegen 11 kommt ein leichter thermischer Wind, wir segeln den dritten Lauf in Portland Habour (wobei der wohl einen Durchmesser von gut einer Seemeile hat). Ich versuche eine Steuerbord-Start, geht aber nicht besonders gut aus. Die Winddreher erwisch ich anfangs ganz gut, nur auf der entscheidenden Zielkreuz bin ich auf der falschen Seite.
Der Wind entwickelt sich weiter auf gute 4 Bft, wir verlegen hinaus in die Weymouth Bay. Ein stark beim Startboot bevorzgte Linie laßt erst den 4. Start zur dritten Wettfahrt gelingen (nachdem die Linie endlich doch korrigiert wurde). Dieser und der vierte Lauf waren wirklich Segeln bei Traumbedingungen - und in Summe heute 3 Wetffahrten, 8 Starts, 5 mal Black Flag ( die hier ungefähr Leintuchgröße hat) und an die 7 Stunden am Wasser.
15.7.    Heute wieder SW mit 4 Bft, allerdings bewölkt. 2 schöne reguläre Wettfahrten, mit einem guten Start am Pin-End, ein bißchen Glück auf der linken Seite runde ich die Luvtonne als Zehnter, bis zum Ziel wird daraus noch ein 39. Platz (Günther ich weiß, nicht die erste Luvtonne macht's aus, das Ziel zählt).
Resume: Mit den Platzierungen 44, dnf, 67, 57, 40, 70 und 39 werde ich gesamt 56. von 95 Gestarteten - und die Wettfahrtleitung kocht auch nur mit Wasser.
Endergebnis British Nationals
16.7.    It's not realy raining, it's just wet. Saukalt, Nebel, und irgendwann fangt es auch zu regnen an. Bin froh, daß heute nur Vermessung angesagt ist, wobei das Abbauen des Bootes im Freien auch nicht lustig war. Die Vermesseung selber war dann in einer großen Halle. Da die Boote alle richtig naß waren hat, so glaube ich, keiner mit dem Minimumgewicht ein Problem gehabt. Ich schätze das mein Rumpf gut ein Kilo mehr gewogen hat.
17.7.    Draußen am Wellenbrecher hat es Windspitzen jenseits der 30 Knoten. Practice Race wurde ein paar Stunden verschoben bis der Wind ein bißchen nachgelassen hat, ich beschließe trotzdem Mensch und Material zu schonen. Das denken sich auch viele andere, letzlich fahren winiger als zwanzig Boote hinaus- Hoffentlich hat WindGuru recht und es gibt morgen wirklich weniger Wind.
18.7.    Die Anspannung steigt. Am Wellenbrecher hat es Windspitzen um die 28 Knoten. Für's Erste wird noch gewartet - die Wettfahrtleitung berät sich mit den Vertretern der Klasse.
Das Feld wurde in insgesamt 4 Flotten geteilt, je 2 starten gemeinsam. Nach insgesamt 6 Wettfahrten für jede Flotte (2 mal jede gegen jede) werden wir dann in eine Gold- und Silberflotte geteilt.
Um 12:30 laufen wir aus, Wind ca. 4Bft, Nach langer Anreise Start erst gegen 2 Uhr. Heute klappen 3 der 4 Starts auf Anhieb. Das Wetter verschlechtert sich, es gehen immer wieder heftige Regenschauer herunter in denen der Wind auch auffrischt, die Richtung pendelt auch bis zu 30 Grad. Ich bin froh, daß ich mir gestern noch ein wärmeres Spraytop gekauft habe. Vom Ergebnis der ersten Wettfahrt hab ich keine Ahnung, bei der zweiten bin ich am ersten Raumschenkel gekentert und habe das Boot ewig nicht aufgekriegt, dafür weiß ich ziemlich genau wie mein Ergebnis war. Hauptsache, es ist ohne Bruch abgegangen. Der Rettungsdienst ist zwar sehr gut aufgestellt, aber wir sind so weit draußen, sodaß Havarierte draußen an eine Boje gebunden und erst zum Schluß hineingeschleppt werden. Jerome hat gute drei Stunden in dieser Saukälte ausharren müssen,
19.7.    Auslaufen um 10 Uhr. 2-3 Bft von der Küste kommen, stark drehend dafür kaum Welle - fast wie auf einem See. Beim jeweils ersten Start sind immer zuviele über der Linie, das heißt alle gültigen Starts mit Black Flag. Ich starte jeweils am Pin End und komme ganz gut weg verliere nicht allzu viel und bin mit den Plätzen 30 und 35 recht zufrieden und liege derzeit an 93. Stelle von 144 Teilnehmern.
Ein bißschen Statistik: Teilnehmer aus 13 Ländern sind am Start : AUT 1 | CAN 1 | KEN 1 | RSA 1 | SUI 1 | USA 1 | FRA 3 | AUS 4 | NED 8 | DEN 12 | ITA 13 | GER 20 | GBR 76 | (2 Teilnehmer fehlen mir da noch), bei den Damen sind Jacqueline and Stephanie am Start.
20.7.    Trostloses Wetter, Schnürlregen wie im Salzkammergut und kein Wind. Die Wettfahrtleitung berät sich alle 2 Stunden mit den Vertretern der Klasse. Zwischendurch die Generalversammlung der Internationalen Klassenvereinigung. Gegen halb vier dann doch 2 Bft (und kein Regen mehr) - wir laufen sofort aus, der Kurs wird in Portland Habour gelegt. Damit es möglichst wenig Verzögerung durch Fehlstarts gibt wird gleich mit Black Flag gestartet. Die Linie ist stark beim Startschiff bevorzugt, ich lass mich aber auf nichts Extremes ein und warte in der dritten Reihe, kann dann direkt am Schiff starten und dann gleich wegwenden. So lauft die erste Runde ganz gut, beim zweiten mal an der Leetonne bin ich leider außen und komm nicht richtig ins Fahren, letztlich wird es aber mit einem 28. Platz mein bestes Einzelergebnis. Die Qualifikationsrunden sind damit beendet, ich bin gesamt 81. von 143, also recht weit vorn in der Silberflotte. Da erfahrungsgemäß einige gute Segler mit Ausrutschern in der Silberflotte landen werde ich diesen Platz wohl nicht halten können. In der Gesamtwertung führt derzeit Graham Scott vor Soren Andreasen, , Stuart Jones, Ben McGrane, Christoph Homeier und Andrea Bonezzi.
21.7.    Schwachwindprognose für heute. Wir laufen früh aus und segeln einen Kurs im Hafen. Heute schon getrennt in Gold- und Silberflotte. Bei unserem ersten Start ein Mordsgedränge am Startschiff und letztlich wieder viel zu viele über der Linie. Zweiter Start mit Black Flag, ich komm am Pinend gut weg und liege an der Luvtonne an 4. Stelle. Ausnahmsweise kann ich das bis ins Ziel halten. Der Wind schläft ein, nach längerem Warten springt ein Seewind an, der aber stark dreht. Spät starten wir, und dann kam's für mich kalt: erst bricht mir das Cunningham, dann komm' ich an der Leetonne als Innenliegender in ein Getümmel, berühre die Tonne um eine Kollision mit dem nächst äußeren Boot zu vermeiden, protestiere daher und entlaste mich nicht. Nur die Jury war leider der Meinung, ich hätte genug Platz gehabt ==> DSQ. Hab wieder was dazugelernt.
22.7.    Früh werden wir hinausgeschickt in der Hoffnung noch zwei Wettfahrten durchzubringen. Doch es hat nicht sollen sein. Der Wind stabilisiert sich nicht - es gibt keine Wettfahrt mehr. Abends Champion's Dinner and Price Giving ceremony. Weltmeister ist Bjarke Johnsen punktegleich vor Graham Scott, dritter Soren Andreasen. Da es keinen zweiten Streicher gab hat mich das DSQ der letzten Wettfahrt zurückgereicht, ich werde in der Silver Fleet 22. d.h. gesamt 94. von 143 mit den Einzelwertungen in der Qualifikation: 48, 61, 30, 35, 28 und in der Silver Fleet 4, (DSQ).

Die erwarteten (bis befürchteten) Starkwinde sind ausgeblieben, die Tage des Practice Race und der ersten zwei Wettfahrten haben angedeutet, wie es auch hätte sein können - so waren die Verhältnisse jedoch durchaus Binnenländer-tauglich.

Endergebnis Worlds

Martin Rieckh, AUT 1101
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TransAlpCup Achensee
 
Gleich am Anreisetag erwartete uns der Achensee mit erfreulich starkem Wind. Einige konnten es kaum erwarten und gaben die Boote vom Hänger direkt aufs Wasser – ein perfekter Trainingstag.
Am nächsten Tag wurden bei teilweise etwas wechselhaftem Wind 4 Wettfahrten gesegelt, allerdings nicht ohne diverse Schäden und Ausfälle.
Erfreulich war jedoch die Anzahl der Starter, zwei Neuzuwächse für Österreich (Alexander Sebastian, Daniel Jenner) und 4 (!) Italiener.
Am 2. und somit letzten Tag musste dann nur noch einmal gestartet werden, um das Pensum zu erfüllen.
Alle Contender-Segler fühlten sich in dem kleinen Club sichtlich wohl, hoffentlich werden wir auch nächstes Jahr wieder so freundlich empfangen.
Marlen Hotwagner
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Contender-Auftakt in Österreich
2.6. - 5.6.2011 Traunsee

Dieses Jahr begann für die österreichischen Contender-Segler wieder einmal bei der Traunseewoche im schönen Salzkammergut.

Die Kulisse war atemberaubend, der Wind wechselhaft. Gleich am ersten Tag wurde eine Wettfahrt bei konstanten Bedingungen absolviert. Der zweite Tag war da schon eine größere Herausforderung. Bei drehendem und böigem NO-Wind konnten 2 weitere Wettfahrten absolviert werden, danach ging‘s nach Gmunden zur großen Eröffnung der Segelwoche.

Nachdem uns am nächsten Tag die Windgötter im Stich ließen schafften wir am Ende der Woche nochmals 3 Wettfahrten. Jedoch ging es dann auch gleich mit Pannen los. Der etwas kräftigere Wind forderte seine Opfer – in Form eines gebrochenen Bolzens am Ruder von Melanie Wendl. Aber unser Neuzugang Marlen Hotwagner gab ob der Windverhältnisse auf und überließ Melanie das Boot.

Alles in Allem war es wieder einmal ein angenehmer Aufenthalt im Segelclub Traunkirchen.

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Marlen Hotwanger